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Integrierte Leistelle Pforzheim/Enzkreis präsentiert sich

ILS lädt Medienvertreter zum Pressegespräch ein

Mitarbeiter und Trägervertreter der ILS beim Pressefoto.

Die Integrierte Leistelle Pforzheim/Enzkreis hat im Oktober den regulären Betrieb aufgenommen. Darüber informierten der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes, die Stadt Pforzheim und der Enzkreis im Rahmen eines Pressegespräches am 27. November 2015 in Pforzheim.

Die Integrierte Leitstelle wird gemeinsam vom Deutschen Roten Kreuz Pforzheim-Enzkreis e.V., der Stadt Pforzheim und dem Enzkreis betrieben und ist die zentrale Anlaufstelle für rund 310.000 Einwohner in der Stadt Pforzheim und im Enzkreis. Das Versorgungsgebiet umfasst rund 670 Quadratkilometer und beinhaltet zahlreiche große Gewerbebetriebe, Krankenhäuser und Pflegeheime sowie wichtige überregionale Verkehrswege. Allein auf der Autobahn A8 befahren täglich rund 100.000 Fahrzeuge den Zuständigkeitsbereich der Integrierten Leitstelle Pforzheim/Enzkreis. In der neuen Leitstelle sind auf rund 700 Quadratmetern unter anderem der Leitstellenraum mit sieben Arbeitsplätzen, ein Raum für weitere Notrufabfrageplätze bei Großschadenslagen, ein Besprechungsraum, Verwaltungs- und Nebenräume sowie umfangreiche modernste Technik untergebracht. In der ILS werden rund um die Uhr zwei Disponenten der Berufsfeuerwehr Pforzheim und zwei Disponenten des Rettungsdienstes im Dienst sein. Die ILS ist für die Bevölkerung unter den bekannten Nummern 112 (Notruf Feuerwehr und Rettungsdienst) und 19222 (Krankentransport) erreichbar.

In seiner Begrüßung sagte DRK-Kreisverbandspräsident Prof. Dr. Wolfgang Kramer, dass er sehr stolz auf die Realisierung dieses großen Projektes sei. "Das war nur durch die hervorragende Zusammenarbeit aller Beteiligten möglich." Er freute sich, dass damit die rettungsdienstliche Versorgung und der Katastrophenschutz auch zukünftig in bester Weise gewährleistet ist. DRK-Kreisgeschäftsführer Werner Hänlein berichtete über die vielen positiven Rückmeldungen der Mitarbeiter der ILS, die sich in den neuen Räumen sehr wohl fühlen.

"Mit der Inbetriebnahme der Integrierten Leitstelle hat die Bevölkerung in Pforzheim und dem Enzkreis einen deutlichen Zugewinn in allen nichtpolizeilichen Sicherheitsfragen," sagte Pforzheims Oberbürgermeister Gert Hager. Erster Bürgermeister Roger Heidt: "Ich bin froh, dass nach Jahren der Diskussion die Integrierte Leitstelle endlich in Betrieb gehen kann. Danken möchte ich allen Beteiligten, die diesen, nicht immer einfachen Prozess konstruktiv begleitet haben." "Wenn die Integrierte Leistelle Pforzheim/Enzkreis nun ihren regulären Betrieb aufnimmt, dann bedeutet das eine noch effektivere Notfall-Hilfe aus einer Hand für die Menschen im Versorgungsgebiet", sagte Landrat Karl Röckinger. Mit der erfolgreichen Abwicklung mehrerer Großeinsätze habe die Leitstelle ihre Feuertaufe ja bereits bestanden. "Auf einer Fläche von rund 700 Quadratmetern sind hier alle Dienstleistungen der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr gebündelt", sagte Wolfgang Herz, Erster Landesbeamter, Dezernent für Infrastruktur, Umwelt und Gesundheit. "Das erleichtert natürlich die Koordination der Einsätze - genauso wie die technische Ausstattung; sie ist eine komplette Neuentwicklung und wurde speziell an die Bedürfnisse der Leitstelle angepasst. Nur so können wir mit den künftigen Entwicklungen und Herausforderungen Schritt halten."

Obwohl die Integrierte Leitstelle erst wenige Wochen in Betrieb ist, klappt die Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern der Feuerwehr und des Deutschen Roten Kreuzes völlig reibungslos. Bereits in den ersten Tagen des gemeinsamen Betriebs wurden mehrere Großeinsätze wie beispielsweise der Großbrand in Pforzheim-Dillweißenstein, mehrere schwere Verkehrsunfälle auf der Autobahn und im Enzkreis sowie der Gefahrgutunfall in Wimsheim von der Integrierten Leitstelle koordiniert. Im Frühjahr 2016 soll im Rahmen eines "Tages der offenen Tür" der Bevölkerung Gelegenheit gegeben werden "ihre" Integrierte Leitstelle zu besichtigen und sich von der Leistungsfähigkeit zu überzeugen. Abschließend betonten alle Vertreter der Träger der ILS, dass für die Bevölkerung der Stadt Pforzheim und des Enzkreises mit Inbetriebnahme der Integrierten Leitstelle eine deutliche Verbesserung in allen Bereichen des Rettungsdienstes und der Feuerwehr realisiert wurde.

Text+Bild: D: Kneis

9. Dezember 2015 12:17 Uhr. Alter: 295 Tage

 

 


 

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