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Zwischen den Jahren zum Lebensretter

Vom Teenager bis zum Rentner: Erste-Hilfe-Kurs des DRK erfreut sich großer Beliebtheit

Unter anderem wurde der Umgang mit dem Defibrillator geübt.

Um gute Vorsätze umzusetzen, braucht es nicht unbedingt ein neues Jahr. Das dachten sich die 25 Personen, die sich spontan beim hiesigen DRK-Kreisverband für den Erste-Hilfe-Kurs am vergangenen Mittwoch in Niefern-Öschelbronn angemeldet haben. Eigentlich hatten sich diesen einige Gewerbetreibende der Enzkreisgemeinde gewünscht, doch da der damals angebotene Termin mit einem Fest kollidierte, musste der Kurs mangels Teilnehmer abgesagt werden. Umso mehr freute sich Kai Jambor, Erste-Hilfe-Ausbilder beim DRK-Kreisverband Pforzheim-Enzkreis und stellvertretender Bereitschaftsleiter des DRK-Ortsvereins Niefern-Öschelbronn, dass sich für den neuen Termin zwischen den Jahren so viele Interessierte angemeldet hatten, dass ein zweiter Kurs unter der Leitung der ehrenamtlichen Ausbilderin Franziska Mangold parallel im Nieferner Feuerwehrhaus stattfinden konnte.

"Es war eine tolle Stimmung, und alle haben super mitgemacht", sagt Jambor. Die Teilnehmer, die aus Niefern-Öschelbronn, Kieselbronn und Neulingen stammten, deckten alle Altersgruppen ab: Vom 16-jährigen Führerscheinanwärter bis hin zum 74-jährigen Rentner war alles dabei. "Der ältere Herr wohnt in der Nähe des Feuerwehrhauses und bekommt öfters mit, wenn Rettungseinsätze von DRK oder Feuerwehr starten", sagt Jambor. Als der Rentner vor kurzem bei einem medizinischen Zwischenfall in der Familie nicht selbst helfen konnte, habe er den Entschluss gefasst, nun sein Erste-Hilfe-Wissen aufzufrischen. "Das ist durchaus keine Seltenheit", stellt Jambor erfreut fest. "Es ist noch gar nicht lange her, da hatte ich einen 83-Jährigen zusammen mit seinem Enkel im Kurs."

Am Mittwoch waren außerdem mehrere Paare und betriebliche Ersthelfer dabei, die die Gelegenheit zwischen den Jahren nutzen wollten, sich beispielsweise in Sachen Notruf, Krankheitsbilder, Reanimation, Umgang mit dem Defibrillator, Wundversorgung und Unfallgeschehen theoretisch und vor allem praktisch weiterbilden wollten. Jambor und Mangold haben auch über die Wichtigkeit der Rettungsgasse gesprochen, die in den Medien derzeit immer wieder Thema war. "Manch einer staunte da sehr, als er erfuhr, dass das Nicht-Einhalten seit neuestem mit 320 Euro Bußgeld und einem Monat Fahrverbot geahndet werden", sagt Jambor.

Weil der Erste-Hilfe-Kurs zwischen den Jahren so gut angenommen wurde, denkt das hiesige DRK darüber nach, künftig weitere Ferienkurse anzubieten. Und wer sich fürs neue Jahr vorgenommen hat, in Sachen "Leben retten" wieder fit zu werden, der kann sich hier informieren: www.drk-pforzheim.de/erstehilfe-kv

Text: D. Kneis
Foto: K. Jambor

27. Dezember 2017 22:03 Uhr. Alter: 348 Tage

 

 

 


 

 

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