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Kleiderladen wird erweitert

Neu: Mehr Platz und Haushaltswaren im Angebot

Sabine Farr leitet den Kleiderladen beim DRK-kreisverband in Pforzheim. Sie freut sich, dass das Sortiment und die Räumlichkeiten im neuen Jahr erweitert wurden.

Irgendwann kommt beim Aufräumen des Kleiderschrankes auch für das "bestes Stück" der Augenblick, an dem man sich von ihm trennen möchte: Pullover, Hemd, Jacke oder auch Schuhe werden zu "Altkleidung". Aber wohin damit? Schnelles Wegwerfen war gestern. Der DRK Kleiderladen in Pforzheim mit seiner "Mode von Mensch zu Mensch" nimmt gute "Altkleidung" gerne an und hat sein Sortiment im neuen Jahr aufgrund entsprechender Nachfrage erweitert: Im ersten Obergeschoss des Ladens an der Kronprinzenstraße 22 werden seit neuestem neben Haushaltswaren auf Bettwäsche, Wander- und Sportbekleidung sowie festliche Abendgarderobe für Damen und Herren angeboten. Auch die Öffnungszeiten wurden vor kurzem erweitert: Interessierte können Dienstags und Donnerstags jeweils von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr sowie Mittwochs von 10 bis 12 Uhr vorbeischauen.

In den Räumen des hiesigen DRK-Kreisverbandes werden Bekleidungsstücke gegen ein geringes Entgelt an Bedürftige abgegeben. Mit dem Erlös werden die Kosten für die Unterhaltung des Kleiderladens gedeckt. "Am besten werden die gut erhaltenen und sauberen Altkleider, Schuhe, Tisch- und Bettwäsche in einen Plastiksack gepackt und direkt in den Kleiderladen gebracht", sagt Ute Fiedrich, Leiterin der Abteilung Sozialarbeit.

Eine Alternative ist es, die Altkleiderspende in einen der rund 170 DRK-Kleidercontainer der Ortsvereine in Pforzheim und im Enzkreis zu werfen. Für die Kleiderspenden hat das DRK verschiedene Verwendungsmöglichkeiten: Der Kleiderladen an der Kronprinzenstraße 22 in Pforzheim wird damit aufgefüllt. "Zudem stellen wir Kleider für den Katastrophenfall den Betroffenen kostenlos zur Verfügung.", betont Kreisgeschäftsführer Stefan Adam. Auch an Flüchtlinge wurden Textilien ausgegeben, und wenn Polizei oder Krankenhäuser Bedarf haben, so erhalten diese ebenfalls schnelle Hilfe. Adam ist es wichtig, sich hierbei deutlich von den Systemen der kommerziellen Altkleidersammler abzuheben und zu distanzieren. "Einkaufen darf im Kleiderladen jeder", betont Fiedrich. "Bedürftige und in Not Geratene bekommen - nach genauer Einzelfallprüfung - eine Ausstattung pro Saison gratis. Menschen im ALG II-Bezug (mit Nachweis) erhalten einen Rabatt von 50 Prozent auf die ausgewiesenen Waren. Wir gehen sehr sorgsam mit den uns gespendeten Textilien um."

Die übrig gebliebenen Kleider werden an vertrauenswürdige Rohstoffhändler verkauft - daraus werden zum Beispiel Decken gefertigt. Auf www.drk-pforzheim.de gibt es eine Liste mit allen Standorten der DRK-Kleidercontainer.

Die Ehrenamtlichen der hiesigen DRK-Ortsvereine (OV) freuen sich, dass auch im vergangenen Jahr zahlreiche Altkleiderspenden durch die Bürgerschaft eingegangen sind. Insgesamt waren dies im Enzkreis 806,49 Tonnen, so die Statistik des Textilverwerters Remitex. Spitzenreiter in Sachen Spendenmenge war der OV Birkenfeld mit 87,87 Tonnen. Auf Platz zwei kam der OV Mühlacker mit 87,62 Tonnen, und Dritter von insgesamt 23 Vereinen wurde der OV Remchingen mit 73,35 Tonnen. Mit dem Erlös der Altkleiderspenden der DRK-Ortsvereine, die dort 1:1 verbleiben, werden die vielseitigen Aufgaben der Bereitschaften finanziell unterstützt. Dazu zählen beispielsweise die Jugend- und Seniorenarbeit und die "Helfer vor Ort"-Gruppen.

Text+Foto: D.Kneis

22. Januar 2018 10:21 Uhr. Alter: 322 Tage

 

 

 


 

 

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